Tagebuch Tour 2008
Jetzt geht es endlich los!
Tagebuch der Lost Boys könnt Ihr unter folgender Adresse auf englisch nachlesen.
www.tindonkey.com
Freitag, 18.07.08
Es ist geschafft, der Bus und der Radanhänger sind gerichtet, jetzt müßen nur noch unsere Tourhelden und deren Räder (siehe Bild :-) ) dazu kommen.
In den nächsten Tagen werde ich täglich von unserer Reise quer durch die Alpen berichten. Ich bin sicher, bei uns gibt es kein Epo, sondern Rotwein.
Ihr hört von mir, bis morgen
Euer Udo
Samstag, 19.07.08
Wie versprochen melde ich mich aus der Nähe von Genf, wo wir gerade bei einem Teilnehmer im Garten grillen und uns kennen lernen.
Um 7:15 Uhr startete ich mit Michael in Offenburg und machten uns auf den Weg nach Genf. In Basel stiegen Frank und Heike dazu. Unsere Reiseroute führte an Bern vorbei und weiter über Fribourg - Vevey - Lausanne nach Auchamps. Pünktlich um 14:00 Uhr erreichten wir unser Best Western Hotel. Ein Teil der Gruppe ist schon hier und einige kommen entweder mit dem Flugzeug oder mit der Bahn.
Es ist 16:00 Uhr, als uns Leslie im Hotel abholt und wir zu Will nach Hause fahren. Er wohnt nur 2 km vom Hotel entfernt, und einige Tourteilnehmer übernachten bei Ihm. All zu spät wird es nicht werden, denn wir haben ja morgen den ersten Hammer vor uns, den Col de Joux Plaine und den Colombiere. Ich melde mich morgen wieder aus La Clusaz, falls es eine Inernetverbindung gibt.
Bis dahin, Euer Udo
Sonnag, 20.07.08
Morzine – La Clusaz
Col de la Joux Plane
Col de la Colombiére
Heute wird es ernst. Pünktlich starten wir 09:30 Uhr bei Will und fahren über Cluses nach Morzine. Hier werden die Räder ausgepackt uns startklar gemacht. Die Gruppe fährt sich zunächst im „flachen" warm, denn der Joux Plaine beginnt in Morzine mit einer knackigen Steigung. Selbst im Bus musste ich in den ersten Gang runter schalten. Am Col mache ich eine Pause und warte auf die ersten der Gruppe. Es ist ziemlich frisch geworden und alle freuen sich auf Windjacken oder Armlinge. Nach dem alle die durch sind fahre ich hinter her nach Samoen, wo wir uns in einem Kaffee treffen.
Jetzt kommt dann der nächste Anstieg zum Colombiére. Ich fahre wieder voraus, was sich im Nachhinein als Fehler herausstellte. Nach ca. einer Stunde kam ein Unwetter über uns herein mit Donner, jede Menge Wasser von oben und Hagel. Als die ersten ankommen, verstaute ich die Räder und die Jungs zogen sich warme Kleidung über. Ich mußte umdrehen und den Col wieder hinunter fahren bis fast nach Cluses, wo die letzten unserer Gruppe standen und mich sehnsüchtig erwarteten. So fuhr ich den Col zum zweiten Male hoch und sammelte die einzelnen Splittergruppen ein. Nach La Clusaz wollte natürlich keiner mehr fahren. Es war 19:30 Uhr, als wir endlich im Hotel Beaulieu in La Clusaz ankommen. Außer mir, machten sich alle gleich auf die Zimmer davon und richteten sich fürs Abendessen. Bis ich den Bus mit Anhänger geparkt und versorgt hatte, gab es auch schon das lang ersehnte 3 Gänge Menü. Anschließend hieß es Räder vom Hänger holen und in die Garage einschließen, damit am nächsten Morgen nicht noch mehr Räder dabei sind. Bis ich endlich zum ersten Mal mein Zimmer sah, war es kurz vor 23 Uhr, und da hatte ich keine Lust mehr diese Zeilen zu schreiben.
Montag, 21.07.08
La Clusaz – Tigne
Col de Aravis
Col des Saisies
Cormet de Roselend
Herrlich, wie doch ein paar Stunden Schlaf die Welt gleich besser werden lassen. Mein Blick aus dem Fenster, kurz nach sechs, verspricht mir ein regenfreier Tag. Wie üblich, bin ich der erste am Frühstücksbuffet und der Rest kommt so häppchenweise hinterher. Heute wird in verschiedenen Gruppen gestartet. Die ersten verlassen mich um 9 Uhr und die letzten 11:30 Uhr. Kurz nach 10:00 Uhr kommen Brett und Greg aus ihrem Zimmer, sie hatten total verschlafen. Ich muß leider noch in die Werkstatt fahren, da die Beleuchtung am Anhänger ausgefallen ist und getankt mußte auch noch werden.
Kurz nach 12:00 Uhr mache ich mich auf die Verfolgung meiner Radler. Brett und Greg treffe ich schon am Col de Aravis. Andrew, "der Kleine", hat die Bekanntschaft mit dem Straßenbelag und einer Leitplanke gemacht. Sitzend an einem Lichtmasten, erwartete er mich schon freundlich. Mit ihm zusammen fahre ich weiter zum Col des Saisies, wo auch schon Michael auf mich wartet. Jetzt wird es Zeit für einen Kaffee und ein Crepes, bevor es bergab nach Beaufort geht. Wir treffen ein Teil der Gruppe, die gerade beim Mittagessen sitzen, eine willkommene Stärkung vor dem Cormet de Roselend, der als nächster und letzer Anstieg des Tages auf dem Programm steht. Am Roselend steigen Michelle und Andrew in den Bus und es geht hinunter nach nach Bourg St. Maurice. Wieder alle vereint, fahren wir im Bus nach Tigne le Lac in unser Hotel. Hier erhalten wir wieder ein ausgezeichnetes Menü. Die meisten werden müde ins Bett fallen und sich auf Dienstag freuen. Ich sage tschüss bis morgen Abend, euer Udo.
Dienstag, 22.07.08
Tigne – Briacon
Col de Iseran
Col de Mont Cenis
Es ist 6 Uhr als mein Wecker klingelt, eigentlich viel zu früh für mein Gefühl. Schnell duschen und dann ein Blick aus dem Fenster. Naja, sieht noch recht düster aus da draußen. Die Wolken hängen sehr tief und frisch ist es noch dazu. Das ich der erste beim Frühstück bin brauche ich ja nicht zu sagen, das wird auch weiter hin so bleiben. Bei einem kurzen Spaziergang zum Busparkplatz grüßen die ersten Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke, und ich bekomme ein gutes Gefühl, was das Wetter betrifft.
Heute wird wieder in zwei Gruppen gestartet. Ab 8 Uhr stehe ich mit dem Bus für das Gepäck bereit. Die Ersten verlassen um 08:30 Uhr das Hotel Richtung Val d'Isere. Zunächst geht es bergab nach Tigne Barrage und dann rechts ab nach Val d'Isere zum Col de Iseran. 17 km Anstieg warten auf meine Freunde. Während der Auffahrt mache ich mehrere Stopps, versorge die Teilnehmer mit Getränken, freundlichen Worten zur Aufmunterung und natürlich mache ich jede Menge Bilder mit meiner Kamera. In der Galerie könnt ihr einige davon sehen. Das Wetter ist heute einfach traumhaft schön. Am Col de Iseran angekommen, wechseln einige die Kleidung für die Abfahrt nach Lanslevillard. Ich fahre dann auch schon mal los, da ich bergab mit dem Bus nicht so schnell wie die Radler sein kann. Mein Aufenthalt ins Lanslevillard zieht sich auf über 2 Stunden hinaus, da ich ja auf die letzten warten muß. Eigentlich war heute nur der Iseran geplant, aber kurz entschlossen, wird der Mont Cenis auch noch bewältigt.
Hier oben am Lac de Mont Cenis kommen die Räder in den Anhänger, die Radler in den Bus, und los geht's zur Überführung nach Briancon. Eigentlich wollte ich über Susa – Cesana fahren, aber da steht auf einmal ein Verbotsschild für Fahrzeuge über 2,3 m Breite ab Italien, und deshalb führt unser Weg über Modane durch den Tunnel de Frejus – Cesana – Mongenevre nach Briancon. Der Kleinbus hat ganz schön zu schnaufen, wenn er vollbesetzt die Berge hoch klettert, aber er schafft es!
Heute helfen alle beim ausladen der Räder mit, und siehe da, kaum 10 Minuten werden benötigt bis der Anhänger und Kofferraum leer sind. Bis ich allerdings ins Zimmer komme ist es auch schon wieder 19:00 Uhr, und ich muß ehrlich sagen, heute bin ich hundemüde! Nach dem Abendessen wollte ich noch die Tour in Eurosport ansehen, aber kurz nach dem Sturz von Augustyn, bin ich eingeschlafen. Das Tagebuch schreibe ich halt am Mittwochmorgen.
Mittwoch, 23.07.08
Tour de France!!!
L'Alp d'Huez
Col du Lautaret
Col du Galibier
Für mich bedeutet der Tag Entspannung und Erholung. Das Hotel liegt direkt an der Durchfahrtstrecke der Tour, und ich kann vom Zimmer aus zusehen. Das ist für mich auch mal etwas anderes, da ich sonst immer in den Bergen dabei bin. Einige unserer Gruppe fahren schon um 8 Uhr los zum Galibier, manche fahren eine kleine Tour und sehen die Tour bei der Anfahrt zu Lautret und der Rest bleibt in Briancon.
Es ist ausgesprochen ruhig in den Straßen. Um 7 Uhr sind nur Radfahrer unterwegs, die sich auf den Weg zum L'Alp d'Huez oder Galibier machen. Irgendwie herrscht hier die Ruhe vor dem Sturm. Ich sitze in der Lobby und schreibe das Tagebuch. 10:50Uhr, auf der Straße wird es jetzt lauter, das Zeichen für die Werbekarawane. Ich muß sagen, ich hätte mehr Leute erwartet, bei der Regiotour in Südbaden sind mehr auf der Straße. Schließlich kommt nach etwas mehr als einer Stunde die Vorboten des Pelotons – dann vier Profis mit Stefan Schuhmacher und 4 Minuten später die Hauptgruppe. Innerhalb weniger Minuten ist alles vorüber, nicht zu vergleichen mit einer Tour in den Anstiegen, die ich bis jetzt erlebt habe.
Den Rest des Tages verbringe ich vor Fernseher, damit ich auch mal etwas von der Tour mitbekomme. Ich wünsche mir nur, dass meine Freunde alle wieder gesund ins Hotel zurück kommen und viel Spaß hatten.
Morgen wird es wieder ein langer Tag. Bis dahin, euer Udo
Donnerstag, 24.07. 2008
Briancon - St. Michel de Maurienne – Briancon
Col du Telegraph
Col du Galibier
Laut Absprache wollen wir heute von 07:00 bis 08:00Uhr frühstücken und anschließend die Räder für die Fahrt nach St. Michel Maurienne auf den Anhänger verladen. Ich traue meinen Augen nicht als ich auf die Uhr sehe. Es ist 08:11 Uhr und alle Räder sind verstaut und die Gruppe abreisefertig. Zuerst dachte ich, meine Uhr ist stehen geblieben, aber Heike bestätigt mir die Zeit. Sagenhaft wie das in den letzten zwei Tagen mit dem Teamwork klappt. Aber vor 08:34 Uhr kommen wir dann doch nicht weg, denn unser Brett ist wie immer der Allerletzte. Aber eines ist gut zu wissen, wenn Brett im Bus ist, dann sind wir vollzählig und können starten.
Über den Col Mongenévre – Cesena und durch den Tunnel de Frejus erreichen wir Mondane. An der Zahlstelle dauert es leider etwas länger. Die Dame im Häuschen weiss nicht genau in welche Gebührenklasse ich komme. Schließlich kommt ein Herr mit einer Maßstange und misst die Höhe des Anhängers nach. Pech gehabt, leider ist er etwas zu hoch, und so muß ich die LKW-Klasse bezahlen. Kurz nach dem Tunnel ist schon die Abfahrt nach Mondane.Hier halten wir an einem Supermarkt an, besorgen einige Bananen für den langen Aufstieg und richten die Räder. Bis St. Michel geht es erstmal 17 km bergab und da geht es links ab zum Col de Telegraph und weiter zum Galibier. Mit dem Bus muß ich 1 km unterhalb des Cols durch den Tunnel und parke direkt an dem Denkmal für Henri Desgrange, dem Begründer der „Tour de France". Nach dem Alle bei mir vorbei gefahren sind, mache ich mich auf den Weg ins Hotel. So früh wie heute bin ich bei dieser Tour noch nicht ins Hotel gekommen. Es ist gerade mal 16:30 Uhr und ich kann noch den Schluß der heutigen Etappe im Fernseher verfolgen. Heute nehmen wir unser Abendessen schon um 19:30 Uhr in der Gartenwirtschaft ein. Nach dem Essen verschwinden alle sehr schnell auf ihre Zimmer, kein Wunder nach diesem harten Tag. Für morgen steht der Izoard und der Col de Vars auf dem Programm. Bis morgen Abend sage ich tschüss, euer Udo.
Freitag, 25.07.08
Briancon – Le Sauze
Col de Izoard
Col de Vars
Heute heißt es wieder Koffer packen. Nach drei Nächten in Briacon geht es zur Etappe in unser vorletztes Hotel nach Le Sauze bei Barcelonnette. Da der Col de Izoard heute für Kraftfahrzeuge gesperrt ist, kann ich meine Gruppe nicht begleiten. Wie in der Pfalz auf der Weinstraße und am Rhein, gibt es auch in den Alpen sogenannte Autofreietage- allerdings begrenzt von 09:00 – 12:00 Uhr. So fahre ich halt auf der Nationalstraße Richtung Embrun, dem Startort vom Donnerstag, biege aber bei Mont Dauphin links ab, an Guillestre vorbei und noch ca. 4 km Richtung Izoard, bis zur Staumauer bei Mont-du-Roy. Hier warte ich auf meine Leute, die zwischen hunderten von Radfahrern gerne einen Abstecher zu mir an den Bus machen, schließlich habe ich Bananen und Wasser für den nächsten Anstieg, den Col de Vars, dabei.
Ich erspare meinem Bussle diese Strapazen und umfahre den Col de Vars. An Embrun vorbei erreiche ich den Stausee Lac de Serre-Poncon, ein herrliches Naherholungs- und Freizeitgebiet. In Savines-le-Lac folge ich der Aussichtsstraße nach Sauze-le-Lac, ein altes Dörfchen mit gewaltigem Ausblick auf den tief im Tal liegenden See. Ich kann mich kaum sattsehen, so herrlich ist der Anblick.
Nach einer kleinen Stärkung fahre ich weiter nach Le Sauze in unser Standorthotel für die nächsten vier Nächte. Von Barcelonnette geht's nochmal knapp 3 km streng bergauf, und die Hälfte der Gruppe muß ich dann auch am Abend in Barcelonnette mit dem Bus abholen. Hier oben ist es noch ziemlich ruhig. Viele Häuser sind geschlossen, und so sind wir fast alleine im Hotel. Ich bin froh, das ich es die nächsten Tage etwas ruhiger habe. Jetzt geht es zum Essen, und wenn ich irgendwann mal ins Internet komme, kann ich das alles veöffentlichen.
Tschüss bis morgen, euer Udo.
Samstag, 26.07.08
Der heutige Tag steht jedem zur freien Verfügung. Einige, die nicht genug Höhenmeter bekommen können starten zum Col de Cayolle oder Allos. Einige nehmen sich einen freien Tag, waschen ihre Kleider, wandern nach Barcelonnette zum Wochenmarkt oder relaxen einfach.
Tim, Arthur und Brett verlassen uns heute leider. Um 10:00 Uhr starte ich mit den Jungs und bringe sie nach Gap, wo ein Mietwagen auf Sie wartet. Bestellt wurde ein Renault Kangoo mit großem Gepäckraum, da 3 Radkoffer und natürlich auf das persönliche Gepäck mitgenommen werden muß. Als wir ankommen, steht fast wie erwartet kein Kangoo da, sondern ein ganz normaler Mittelklassewagen. Nach einigem hin und her, bekommen die Jungs dann doch noch ein Auto, wo alles reingeht. Von hier aus geht es für sie nach Grenoble, hier nimmt Tim einen Zug nach Paris und die anderen beide fahren weiter nach Genf. Brett fliegt in die Türkei und Arthur in die Staaten zurück.
Auf diesen Ausflug habe ich Heike, Frank und Michael mitgenommen. Nach einem kleinen Bummel durch die Stadt, zeige ich Ihnen auch den Lac de Serre-Poncon, wo Heike und Frank auch ein erfrischendes Bad nehmen. Auf unserer Rückfahrt kommen wir in ein gewaltiges Gewitter mit Hagel, und wir hoffen, dass von unseren Leuten keiner erwischt wird. Da ich im Hotel das Wlan nicht ging, versuchte ich auf dem Rückweg ins Hotel ein Netzwerkkabel zu bekommen, hatte aber kein Glück.
Zum Glück, als ich im Hotel ankam, saßen die kanadischen Freunde schon alle mit ihren Lapis im Restaurant. Ich konnte aufatmen als ich mein Laptop nahm, und jetzt doch eine Internetverbindung hatte. A la Boris Becker konnte ich jetzt jubeln, ich bin drin. Endlich kann ich meine Bilder und Texte online stellen.
Bis morgen sag ich dann mal tschüss, denn das Abendessen wartet. Euer Udo
Sonntag, 27.07.08
Cime de la Bonette
Zunächst wünsche ich euch allen einen schönen Sonntagmorgen. Ich kann endlich mal etwas länger liegen bleiben. Mit dem länger schlafen klappt es ja doch nicht. Es ist 6 Uhr und ich werfe einen Blick zum Fenster hinaus. Es ist einfach herrlich hier oben. Direkter Blick auf die sonnenbestrahlten Berge, keine Autogeräusche, nur das Vogelgezwitscher und ab und zu ein Hund. Als ich zum Frühstück gehe, sind meine Leute am aufbrechen. Das heutige Ziel ist der Cime de la Bonette.
Ich habe heute Morgen noch einiges zu tun und arbeite fleißig an dem Tagebuch. Mal sehen, vielleicht melde ich mich heute Abend nochmal.
Tschüss, euer Udo
Monag, 28.07.08
Hallo zusammen,
die "Tour de France" ist zu Ende, aber meine Leute strampeln sich noch gewaltig einen ab. Die können einfach nicht genug kriegen.
Ich sitze schon seit 09:00 Uhr am Lapi und stelle neue Bilder online, damit ihr etwas zum anschauen habt.
Gestern hatte ich keine Lust mehr etwas zuschreiben. Nach dem ich mich sportlich betätigt hatte, war ich ziemlich platt. Heute spüre ich noch mehr. Ich lief gestern 5km nach Super Sauze hinauf und wieder hinab, und das obwohl ich vor lauter arbeiten die letzten 3 Jahre nichts mehr getan habe. Ich glaube, ich fange nach der Rückkehr von dieser Tour wieder mit dem Training an. Ende August fahre ich nochmal mit einer kleinen Gruppe in die Alpen, und vielleicht kann ich da auch ein bischen selbst fahren. Während ich so schreibe, frage ich ich, wie ein Radprofi, der bei der Tour fährt, am Abend noch eine tägliche Kolumne schreiben kann? Sorry, ich könnte das nicht!
Jetzt stelle ich noch einige Bilder ins Netz, und dann besprechen Frank und ich die nächste Tour im August. Falls noch jemand Interesse hat, kann er sich gerne bei mir melden.
Morgen gehts wieder zurück nach Genf. Ich melde mich dann zum letzten Mal.
Liebe Grüße, euer Udo
Dienstag, 20.07.08
Tja, das wars dann wohl. Neun herrliche Tage liegen hinter uns und jetzt gehts wieder nach Hause. Frank hat zum Beispiel 571 km und 14299 Höhenmeter hinter sich gebracht. Ein Großteil hat die zwei geplanten Ruhetage noch genutzt und nochmals ca. 4000 Höhenmeter drauf geschlagen. Heute ist auf jeden Fall die Rückreise nach Genf angesagt. Nach dem Frühstück verpacken wir die Räder und das Gepäck und wie geplant starten wir um 8:30 Uhr die Rückreise über Gap - Grenobel nach Genf. Während der Fahrt wird natürlich viel über die zurückgelegte Tour gesprochen und schon wieder neue Pläne fürs nächste Jahr geschmiedet.
Kurz vor 16 Uhr kommen wir an unser Hotel in Archamps. Nach dem Check in heißt es Räder zerlegen und in die Radkoffer verpacken. Andrew "der Lange" und Steve können nicht genug bekommen uns drehen noch eine letzte Runde.
Frank, Heike und ich genießen noch ein letztes Mal die französische Küche und unsere Freunde aus Übersee gehen "Amerikanisch Essen".
Der letzte Abend......tschüss bis morgen, euer Udo
Mittwoch, 30.07.09
Die letzte Etappe!
07:15 Uhr - es ist soweit. Gepäckverladen und dann gehts zunächst an den Flughafen nach Genf, Greg mußte schon mitten in der Nacht mit dem Taxi dahin, weil sein Flug schon um 06:00 Uhr ging. Der Rest haben alle verschieden Flüge. Als letzter fliegt Andrew-der Lange. Er muß nur nach Berlin und Andrew-der Kleine, hofft auf eine Umbuchung seines Fluges nach Ottawa, den seine Maschine ist für den 31ten gebucht. Heike und Frank begleiten mich noch bis Basel, und dann bin ich wieder alleine.
Jetzt sitze jetzt wieder zuhause und schreibe zum letzten Mal in dieses Tagebuch. Wenn Ihr Lust habt, könnt ihr unseren Höllenritt ab 25. August verfolgen. Bis dahin sage ich tschüss und adieu und viele Grüße an meine neuen Freunde aus Übersee. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht mit Euch und ich freue mich aufs nächste Jahr.
Vielen Dank
euer Udo


